ARCHIV: Oct 2003


« Zur Archiv-Übersicht


14.Oct.2003
Gesundheitssport Laufen
Zahlreiche Printmedien widmen sich zurecht wieder dem Thema Gesundheitssport mit Fokus Laufen/Joggen.Die gesundheitsfördernden Aspekte der körperlichen Bewegung dürften mittlerweile Allgemeingut sein. Das Laufen mit seiner guten Steuerbarkeit, ständigen Verfügbarkeit und seinem anhaltenden Kreislaufstimulus spielt dabei eine herausragende Rolle. Wer mit dem Laufen beginnt sollte sich gewisser Gefahren bewußt sein. Diese sind aber durch einen Gesundheitscheck, das Bremsen ihres Ehrgeizes und das Erstellen eines individuellen Traingsprogramms zu minimieren. Hier ein paar Einsteigertips: Am Anfang steht ein Gesundheitstest. (Dieser sollte auf alle Fälle bei einem Lebensalter jenseits von 30 und bei fehlenden regelmäßigen sportlichen Betätigungen erfolgen.) Er gibt auch Auskunft über ihre Fitness und läßt individuelle Trainingsprogramme festlegen. Beginnen sie mit drei Laufeinheiten von mindestens 15 Minuten pro Woche. Diese sollten regelmäßig, entspannt und frei von Leistungsdruck erfolgen. Anfangs können durchaus Lauf- und Gehphasen abwechseln. Achten sie auf ihre Atmung und bestimmen das Tempo nach ihrer zur Verfügung stehenden Atemluft. Steigern sie Anzahl und Länge der Laufeinheiten allmählich. Halten sie das wunderbare Entspannungsgefühl nach dem Lauf gedanklich für ihre weiter Motivation fest. Bedenken sie, dass die investierte Zeit durch Steigerung des Wohlbefindens, der Konzentrationsfähigkeit und der allgemeinen Fitness vielfach zurückerstattet wird.
Gesundheits- und Fitness-Tests bieten wir ihnen in unsere Praxis an. Die für sie entstehenden Kosten richten sich nach dem gewünschten Untersuchungsumfang. Termine erhalten und Kosten erfahren sie telefonisch oder über arzt@olimed.de

5.Oct.2003
Erfundene Krankheiten
Das Magazin der Spiegel versucht in der Ausgabe 32/2003 unter dem Titel „Erfundene Krankheiten“ für das Geschäft mit der Krankheit zu sensibilisieren. Nach Meinung des Magazins werden Millionen von Gesunden durch ausgedachte nicht - existierende Diagnosen unberechtigt für krank erklärt.

Exemplarisch wird dabei auch der erhöhte Cholesterinspiegel ins Feld geführt. Nach der existierenden Datenlage unberechtigter- und leichtfertigerweise. Anders als vom Spiegel behauptet gibt es zahlreiche langjährige Studien mit mehreren 10 tausend Teilnehmern, die den Nutzen einer diätetischen und medikamentösen Cholesterinsenkung in der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen (vornehmlich des Herzinfarkts) belegen. Leider wird nicht jeder mit Cholesterin senkenden Medikamenten behandelte Patient vor einem zweiten, eventuell tödlichen Herzinfarkt bewahrt, aber seine Chancen erhöhen sich damit statistisch signifikant. Damit ist eine solche Behandlung bis zu dem Zeitpunkt der kompletten Aufklärung aller Ursachen der Infarktkrankheit unentbehrlich.
Inwieweit solche Medikamente auch in der Vorsorge von bisher Gesunden Anwendung finden, bedarf einer genauen Abwägung des Gesamtrisikos der Betroffenen. Rechenmodelle, die alle bekannten Faktoren auf der Grundlage von Bevölkerungsstudien berücksichtigen stehen zur Verfügung. Damit kann auch der noch gesunde Hochrisikopatient identifiziert und einer Behandlung zugeführt werden. Empfehlenswert ist die Web Seite: www.chd-taskforce.com


5.Oct.2003
Fit im Alter.
Die Lebenserwartung der deutschen Bevölkerung nimmt ständig zu. Dies beruht auf einer Verringerung der Sterblichkeit im mittleren und höheren Alter. Glücklicherweise bestätigt sich aber die Befürchtung nicht, dass die gewonnenen Lebensjahre zunehmend in Krankheit und Pflegebedürftigkeit verbracht werden.

Dieses belegt eine Studie in der Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie. Sie vergleicht die hinzugewonnenen Lebensjahre in der Bundesrepublik mit denen in den Vereinigten Staaten. Es zeigen sich in der langfristigen Entwicklung von Gesundheitszustand und Lebenserwartung deutliche Unterschiede. Bei etwa gleichem Anstieg der Lebenserwartung ist der Anteil der noch aktiv verbrachten unbeeinträchtigten Lebensjahre im hohen Alter in der deutschen Bevölkerung erheblich höher.
Die Gründe hierfür bleiben unerklärt. Spekulativ könnten Gesundheitssystem und Risikoverhalten eine Rolle spielen.
Auf alle Fälle ist das Ergebnis ein neuerliches Plädoyer für ein aktives Leben im höheren Alter, wobei der Bewegung, der Ernährung und den Sozialkontakten eine überragende Bedeutung zukommt. Bereits mit Erreichen des 30. Lebensjahrs sollte mit einem Ausdauertrainingsprogramm begonnen werden. Dieses könnte für die Leistungsfähigeren im Joggen und für die weniger Trainierten und Älteren im Wandern bestehen. Eine zeitliche Aufwendung von mindestens 90 Minuten pro Woche ist dabei empfehlenswert und sportlicher Ehrgeiz ist nicht gefragt. In der Ernährung ist eine fettarme mediterrane (Mittelmeer) Kost empfehlenswert. Diese sollte Kalorien- und Alkohol arm sein. Das soziale Leben wird mit Bewegung in Gruppen oder Vereinen gefördert. Zur Vorsorge und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen stehen Rehabilitations- und Trainingsprogramme zur Verfügung. Besuchen sie zum Beispiel einmal die Web-Seite des Berliner Coronarvereins: www.coronarverein.de